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Unsinn oder Wahnsinn?

Hundeschule? Hundetrainer? Kynologen? Der ganz normale Wahnsinn mit Hund und Herr bzw. Frau.

Davon abgesehen, dass zu Zeiten von Hartz IV nicht nur Züchter, sondern auch Hundetrainer, -psychologen und anderes wächst wie Unkraut, ist nicht alles schlecht, was vermittelt und gelernt wird. Es gibt nur ein Hauptproblem, nein eigentlich zwei:

Die Menschen, also die Hundebesitzer, haben zu wenig Zeit und wollen Erfolge sehen, oder es geht nach dem Motto - ich zahle dafür, also muss es schnell was bringen. Erziehung geht aber nicht "auf die Schnelle" es ist ein langwieriger Prozess und so kommt es durch diese Eile, von der sich Hundeschulen und -trainer (deren Verdienst ja davon abhängt der Konkurrenzdruck ist schließlich hoch) anstecken lassen, zu unglaublich kuriosen Missverständnisse und einer Menge gefrusteter Hundebesitzer und unerzogenen Hundeschulenhunden. Schauen wir uns die gröbsten Missverständnisse und Fehler einmal genauer an:

Unsinniges aus dem Traineralltag:

Der Hund muss immer zu mir kommen!

Netter Vorschlag, vor allem dieser Zusatz "Sie müssen sich halt interessant machen" sorgt bei der Umsetzung immer für Heiterkeitsausbrüche auf der Hundewiese, bei den anderen Hundebesitzern zumindest.
Bedingt ist das natürlich richtig - der Hund muss/soll mir folgen, aber mit etwas Herumgehüpfe und Gekreische ist es halt nicht getan.

Es gibt eine wichtige Ausnahme der Regel und die wird meist nicht beachtet und bringt somit die ganze Erziehung durcheinander, weil das Vertrauensverhältnis nachhaltig gestört wird: das Schutzbedürfnis der Hunde.
Ein Rudel ist nicht nur "Hierachie" - ein Rudelführer ist nicht nur Einer, der "sagt wo es lang geht"
Hunde passen auf eine sehr subtile Art und Weise aufeinander auf, da gibt es kein gluckenhaftes Aufeinanderhocken, da gibt es ein Gelände sondieren und Gefahrenquellen im Auge behalten.
Vor allen Dingen wenn sich ein Rudelmitglied in einer hilflosen Situation befindet - eine solche Situation haben wir beim lösen.
Der Hund hockt irgendwo und verrichtet sein Geschäft, dabei möchte er möglichst nicht gestört werden, ist ja auch blöd, wenn man mittendrin wegrennen muss. Rennen muss man aber, wenn Herrchen, Frauchen plötzlich nicht mehr da sind oder so ein anderer, vielleicht auch noch größerer, Hund daher kommt.

Ich erlebe es dauernd bei Spaziergängen, dass die Menschen achtlos weitergehen - der Hund irgendwo im Hintergrund sehr nervös und blitzschnell sein Geschäft verrichtet und dann Herrchen/Frauchen hinterherhetzt, die gleichen Menschen wundern sich, warum ihr Hund auf Zuruf nicht freudig zu ihnen kommt...
Warum sollte er? Irgendwann muss er, er ist ja nicht doof, die Menschen beherrschen ja den Fressnapf, aber eine gute Mensch-Hund Beziehung kann so nie entstehen.

Man muss nicht daneben stehen und den Hund über den grünen Klee loben, aber achtlos weitergehen ist ein furchtbarer Affront. Richtig ist es, in annehmbarem Abstand zu stehen und unauffällig das Gelände zu überblicken. Ein leises Warnen des Hundes, wenn sich jemand nähert, wird sehr geschätzt, schließlich hat man auch als Hund die Augen und Ohren nicht überall und wir haben einen Größenvorteil.
Ich verfahre immer so, mein Rudel lasse ich nie aus den Augen und bei drohender "Gefahr" werden sie von mir gewarnt, ein leises "erschreckt nicht, da kommt ein Fahrrad, Jogger, Hund XYZ" nehmen sie dankbar an und geben es zurück - Diva sagt mir Bescheid wenn ein Rüde in der Nähe ist und Damien "fragt" mich ob er ein Mädchen begrüßen darf... ein perfektes miteinander.

Genauso war es zu Anfang, ich habe nicht fünfzig mal gerufen - ich rufe einmal, je nach Situation ein zweites Mal, dann schlendere ich beiläufig zu meinem Hund und hole ihn. Das beiläufige hinschlendern, möglichst noch mit kleinem Bogen, sorgt auch dafür, dass der Hund es nicht als Frontalangriff und somit als Aufforderung zum Fangenspielen ansieht. Bei uns wird bei Fehlverhalten auch nicht angeleint - die Hunde folgen mir dann frei, soviel Durchsetzungsvermögen muss ich als Rudelführer in Körperhaltung und Stimme einfach haben bzw. trainieren.
Ich habe schon manchen Problemhundehalter zum Rhetorikkurs geschickt - das ist kein Scherz.
Wer Körperhaltung, Atmung und damit Stimme nicht unter Kontrolle hat kann auch keinen Hund führen.

Ich führe drei davon... die schlafen wo sie möchten, liegen auf der Couch und bekommen ihr Fressen auch durchaus mal vor uns und ups an einem zentralen Ort im Haus - ein "Dominanzproblem" hatte ich noch nie, nicht einmal die üblichen pubertären Auseinandersetzungen, weil jedem hier klar ist ich führe dieses Rudel, unter Zuhilfenahme der jeweiligen besonderen Fähigkeiten meiner Hunde.
Ich muss selten einmal laut werden, aber beide wissen, dass ich es kann und da liegt die Besonderheit.
Menschen die ständig schreien und ihre Hunde auf den Boden werfen müssen haben keine Führungsqualitäten, die müssen dann ständig mit ihrem Hund um die Führungsrolle kämpfen - ein Hundeleben für den Menschen...

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Hier geht es demnächst weiter mit Markierverhalten...

 

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