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Eurasier und mehr...

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Hunde Senioren

Viele Eurasier erreichen ihr sechzehntes Lebensjahr und werden sogar älter. Merkwürdiger Satz? Nur für jemanden, der sich nicht mit Rassehundezucht beschäftigt, leider sind viele Rassen bereits stark degeneriert, was sich ganz entschieden in ihrer herabgesetzten Lebenserwartung niederschlägt.

Hunde haben einen schnelleren Stoffwechsel, altern deshalb auch schneller als Menschen, aber Grundsätzliches ist gleich: auch alte Hunde brauchen Beschäftigung und etwas das sie geistig rege hält.

Habt ihr schon mal gehört, dass man ab 40 regelmäßig Kreuzworträtsel lösen soll? Ob es nur den Alterungsprozeß des Gehirns nur aufhält oder sogar die Leistung nachhaltig verbessert ist immer noch umstritten, aber einen großen Nutzen hat es allemal, ebenso verhält es sich beim Hund, nur mit dem Kreuzworträtsel gibt es das Problem mit dem lesen und schreiben. Dafür können ältere Hunde durchaus noch Neues lernen, vielleicht sogar etwas wofür sie in ihrer Jugend gar kein Interesse gezeigt haben. Wichtig ist fordern, aber nicht überfordern.

Der ältere Eurasier

Altern ist keine Krankheit, es ist ein biologischer Vorgang, der schon bei der Geburt beginnt. Wenn im Alter die Sinnesleistung nachlässt durchleben viele Eurasier nochmal eine Phase von Unsicherheit, die dem Halter erst einmal fremd ist, sind doch sonst unsere Hunde so selbstsicher. Erinnert euch an die Welpenzeit, ihr habt schon einmal unterstützend auf eure Hunde eingewirkt, jetzt brauchen sie euch wieder.

Der Stoffwechsel verlangsamt sich, dass Futter sollte angepasst werden. Die Knochen tun mitunter weh, dass sollte Berücksichtigung finden. Ich möchte hier keine großartigen Vorschläge unterbreiten, denn der Alterungsprozeß ist bei jedem Eurasier individuell und so sollte auch der Umgang angepasst werden.

Einen Tipp habe ich allerdings, in noch jungen Jahren sollte ein großes Blutbild und eine Urinuntersuchung mit allen Werten erstellt werden, um im Alter notwendige Referenzwerte zu haben. Das macht sich vielfältig bezahlt, denn auch Eurasier haben kein Standard Blutbild, sondern ganz individuelle Werte, die sich eben auch im Alter so verändern können. Mit Referenzwerten fallen Ausrutscher nach oben oder unten besser auf und es kann schneller geholfen werden.

Generell sollte man mit älteren Hunden häufiger zum Tierarzt gehen und plötzlich auftretende Veränderungen nicht einfach als "er wird halt alt" abtun, neulich habe ich von einem Fall gelesen, da wurde eine ältere Hündin Stuhlinkontinent und der Besitzer ist fast verzweifelt, sah er doch das Ende schon gekommen, dabei hatte die Hündin nur eine bakterielle Infektion. Also auch diese als "typische Altersgeschichten" bekannten Wehwehchen können ganz andere Ursachen haben.


Vor einiger Zeit bin ich über einen sehr interessanten Foreneintrag gestolpert, Verfasser war Birgit Ahmann, Zuchtwart in der ZG und langjährige Eurasierhalterin. Freundlicherweise hat sie mir erlaubt die Geschichte hier zu erzählen:

Ihre Hündin Insha ist jetzt neuneinhalb Jahre alt und wie bei vielen Hunden, der Eurasier ist hier keine Ausnahme, bildet sich Zahnstein. Viele Hundehalter klagen zwar über das unschöne Aussehen dieser Beläge, über die gesundheitlichen Gefahren wissen aber die Wenigsten Bescheid.
Insha war eigentlich wegen einer Magenspiegelung in der Klinik, ein fauliger Geruch aus dem Maul waren der Tierärztin und Frau Ahmann im Vorfeld zwar aufgefallen, wurden aber auf die Magenprobleme geschoben... aber lest selbst:

Hallo,

komme gerade mit meiner Insha von der kleinen Blaike (9,5 Jahre) von der Tierklinik zurück.

Sie sollte magengespiegelt werden, parallel wollte ich dann die Chance der dazu nötigen Narkose nutzten, um ihren Zahnstein entfernen zu lassen.

Nach 30 Minuten war die Spiegelung beendet:
keine erweiterte Speiseröhre (Gott sei Dank), jedoch ein stark erweiterter Mageneingang mit Spuren einer wohl chronischen Gastritis. Insgesamt aber wohl nichts akut Besorgniserregendes.
Schleimhautproben wurden genommen, Ergebnisse demnächst. So weit - so gut!

Dann wurde sie in den Zahn-OP geschoben, damit ihr der Zahnstein entfernt werden konnte.
Aber das dauerte und dauerte......ich wurde schon etwas unruhig (hoffentlich wohl keine Probleme?) bis man mir sagte: Die Zahnsteinentfernung gestalte sich bei Insha schwierig, über die Jahre ist dieser wohl in die Zahnwurzeln und Zahnhälse vorgedrungen und hat an einer Stelle im Oberkiefer eine eitrige Fistel gebildet und dort das Zahnfleisch zur Seite gedrückt. Im weiteren Verlauf ging der Haltekontakt zum Zahn immer mehr verloren. ...und dort sei dieser (letzter Backenzahn oben links) nun locker und nicht mehr zu halten. Ich hätte noch Glück, dass die entzündete Zahnfleischtasche nicht auch noch herausgeschnitten werden müsste und:
ob ich nicht schon länger einen etwas fauligen Geruch aus der Maulhöhle bemerkt hätte. Doch - hatte ich und meine hiesige Tierärztin auch - wir schoben das auf magenbedingte Verdauungsbeschwerden durch Refluxstörungen.
Und jetzt kommts: Möglicherweise ist die Magenschleimhaut nur sekundär erkrankt, weil Insha nämlich die Eiterbakterien der Zahnfistel immer hinuntergeschluckt hatte und sich aufgrund dessen der Magen entzündet hat .
(das könne den stärksten Magensaft durchaus auf Dauer in die Knie zwingen)

Dieser (entzündete) Zahn wurde ihr also gezogen und ich lerne daraus, die Zähne meiner Hunde dringend demnächst häufiger kontrollieren zu lassen!!!, sowie durchaus prophylaktisch und in regelmäßigen Abständen eine Routinezahnsteinentfernung zu veranlassen. Die Sedierung nehme ich dann wohl als dafür nötiges Übel in Kauf (falls Euer Hund mal irgendwann sowieso eine Sedierung braucht: bitte dann diese "Gelegenheit" zur Zahnkontrolle nutzen)
Erst allerdings auf einen fauligen Geruch zu warten, um zu agieren, ist jedoch definitiv zu spät!!

Ich hatte immer nur die vorderen Zähne genauer kontrolliert, aber was sich im hinteren (dunkel pigmentierten) Maulhöhlenbereich bei Insha abgespielt hat, öffnet mir jetzt doch sehr die Augen für ein häufig unerkanntes Problem: Paradontose, Karies, etc. sind Ursachen für vielfältige innere Erkrankungen (u.a. Herz,Niere) und sollten besonders beim älter werdenden Hund IMMER mit kontrolliert und im Auge behalten werden (das passiert mir nicht noch einmal!)
Da unsere Hunde nicht immer still halten, wenn wir "überprüfen" wollen und die Mehrzahl unter uns Hundebesitzern auch keine Fachleute im Bereich Tierheilkunde sind ist sicherlich immer zur genauen Abklärung der Tier(zahn)arzt gefragt!

Es gibt übrigens auch eine medizinische Paste, welche die Bildung von Zahnstein verhindert bzw. verzögert (Dentisept)
Dem Präparat Vermiculite D6 werden auch zahnsteinreinigende Wirkweisen nachgesagt und schließlich soll das altbewährte Zähneputzen auch etwas helfen.
Trotzdem ist der kontrollierende Blick des Tierarztes in die "Tiefen der Maulhöhle" dadurch NICHT zu ersetzen!

Birgit Ahmann mit Insha

 

Es fehlen noch Bilder von unseren Senioren, wer also Lust hat seinen älteren Eurasier ins rechte Licht zu setzen, immer her mit den Aufnahmen.

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