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Eurasier und mehr...

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Ernährung

Oh je - Reizthema... und dabei so wichtig! Wo es die einen zu gut meinen, ist es den anderen ganz egal, wird schon gut sein was der Supermarkt um die Ecke anbietet - steht doch "Alleinfuttermittel für Hunde" drauf...

Nein, es ist ganz so wie bei unserer Ernährung, ein unerschöpflicher Markt und eine unglaubliche Einnahmequelle. Hunde lieben Zucker und Herrchen mag eine schöne Farbe, so wird gebastelt und produziert was gefällt, die Rechnung zahlen Hund und Herr später und oft zahlen sie bitteres Lehrgeld.

Ernährung und ernährungsbedingte Erkrankungen

Eine direkte Futterempfehlung möchten wir nicht aussprechen - jeder Hund ist anders, jeder Besitzer auch. Einer steht auf B.A.R.F. der Andere findet schon den Gedanken an rohen Pansen furchtbar. Wir bitten einfach Alle ein paar allgemeine Hinweise zu beachten:

Barfen - also "roh" füttern ist eine tolle Sache, beansprucht aber den Besitzer in soweit, dass er sich wirklich Gedanken über den wöchentlichen Futterplan machen muss - sonst gibt es schnell Mängel durch zu einseitige Ernährung. Barfen hat auch absolut nichts mit "Resteverwertung" vom Mittagstisch zu tun!

Speisereste wie gebratenes Fleisch oder Soßen sind für den Hund tabu und das Schnitzel aus dem Kühlschrank, dessen Verfallsdatum erreicht ist, kann für den Hund ebenso lebensgefährlich sein wie für uns.

Da der Markt der Futterindustrie sehr vielseitig ist, kann generell jedes "hochwertige gute Futter" verwenden werden, allerdings darf dieses Futter keine Sojaprodukte enthalten und sollte für Eurasier im Bereich des Proteingehaltes zwischen 20% - 24% liegen.

Als ganz persönliches Anliegen bitte ich jeden auf den Seiten der PETA zu prüfen ob sein Futtermittelhersteller Tierversuche macht. Es kann doch nicht angehen, dass Tiere sterben müssen um die Verträglichkeit von z.B. Konservierungsstoffen im Hundefutter zu testen.

Hier noch ein Link zum Thema, manchmal ist es ganz interessant zu wissen, wer hinter den großen Marken steht und was vom Hersteller "xyz" noch so alles produziert und eventuell in der Resteverwertung des hauseigenen Tierfutters landet. Sollte euer Futterhersteller nicht dabei sein - Googel hilft weiter.

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Ernährungsprobleme Teil I

Durchfallerkrankungen - Diarrhoe

Unter Diarrhoe versteht man eine häufige Stuhlentleerung von, in seiner Konsistenz herabgesetztem und evtl. mit Blut, Schleim, Exsudat (die im Rahmen einer Entzündung aus den Gefäßen ausgetretene Flüssigkeit) und/oder unverdauten Nahrungsresten, bereichertem Kot - also nicht gelegentlichen dünnen Stuhl, sondern sehr heftigen Durchfall, wie Wasser eben.

Wie entsteht eine Diarrhoe?

Bei akuten entzündlichen Prozessen an der Darmschleimhaut kommt es zur Hypersekretion (übermäßige Absonderung von Stoffen). Diese entzündliche Flüssigkeit, die die kranke Schleimhaut absondert, ist elektrolytreich, bei blutigen Diarrhoen proteinreich, ansonsten proteinarm.

Die Darmkontraktion (Peristaltik) ist bedeutend beschleunigt, so daß die ausgeschiedene Flüssigkeit sich mit dem Darminhalt vermischt. Das mit der Nahrung aufgenommene Wasser kann nicht resorbiert werden, da die Peristaltik zu schnell ist, entstehen Natrium-Ionen-Verluste (was den aktiven Wasseraustausch unmöglich macht). Aufgrund der veränderten Darmflora kommt es zu Störungen in der Osmose (einseitige Diffusion einer Flüssigkeit).

Was für Folgen kann eine Diarrhoe haben?

Durch beschleunigte Peristaltik hat die Nahrung nur kurze Kontaktzeit an den Darmzotten, was die Resorption von Nahrungsstoffen verhindert.

Starke Wasser- und Elektrolytverluste führen zur Eindickung des Blutes, schlechtere Versorgung aller Organe mit Blut, Kreislaufschwäche, Herzinsuffizienz, Herabsetzung der Reaktionslage, Resistenzverminderung und Infektionsanfälligkeit.

Welche Maßnahmen kann man bei Diarrhoe anwenden?

Ältere Hunde, Welpen und Hunde mit schlechtem Allgemeinbefinden oder zusätzlichen Erkrankungen sollten bei Diarrhoe unverzüglich zum Tierarzt gebracht werden, der schnelle Flüssigkeitsverlust kann zu akutem Kreislaufversagen führen.

Es gibt auch eine Reihe von organischen Erkrankungen oder Vergiftungen, bei denen Durchfall zu den Symptomen gehört, also lieber einmal zu oft zum Tierarzt.

Bei "normalem" Durchfall z.B. wenn sich der Hund nachweislich den Magen verdorben hat: Futterentzug für 1-2 Tage, danach Diät für 1-2 Tage, Zuführung von Elektrolyten (entweder handelsübliche Elektrolytlösungen oder auf 1 Liter Wasser je 1 Eßlöffel Traubenzucker und Salz). Sollte der Hund diese Lösung nicht freiwillig trinken, sollte man je nach Größe und Gewicht 100 - 300ml über den Tag verteilt dem Hund oral zuführen (z.Bsp. mit Spritze ohne Nadel ins Maul geben) - oft reicht es aber schon sich die Finger damit anzufeuchten und den Hund ablecken zu lassen, dann trinkt er den Rest aus der Hand.

Kohletabletten oder z.B. Iberogast (pflanzliches Medikament aus der Humanmedizin) - Vorsicht bei unklarer Diagnose, bei Vergiftungen kann man mit solchen Hausmitteln eher zusätzlichen Schaden anrichten.

Unterstützung und Stärkung des Immunsystems

Sollte sich nach 3-4 Tagen keine Besserung zeigen sollte unbedingt ein Tierarzt aufgesucht werden.

Bei gelegentlichem leichtem Durchfall oder dünnem Stuhl sind keine besonderen Maßnahmen notwendig, gewohntes Futter in kleinere, leicht verdaulichere Portionen über den Tag verteilen und auf genügend Flüssigkeitszufuhr achten. Durchfall kann auch bei Hunden durchaus mal stressbedingt sein, also hilft ein liebevoller Umgang und ein kleines Verwöhnprogramm dem Hund schnell wieder auf die Beine.

Hinter ständig wiederkehrendem oder sehr hartnäckigem "leichten" Durchfall kann auch ein Parasitenbefall stecken, aber nicht einfach zum nächstbesten Mittel greifen, sondern lieber eine Kotprobe beim Tierarzt untersuchen lassen. Manchmal stecken z.B. Giardien dahinter, Einzeller die durch die herkömmlichen Wurmmittel nicht abgetötet werden.

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Flatulenz oder weshalb pupst mein Hund?

geschrieben von Elisabeth Simmen, Tierheilpraktikerin aus der Schweiz, deren Leben und Wirken ein wunderbarer Eurasier namens Merlin von der Ruine Blumenstein teilt, der bald eine kleine Spielgefärtin bekommen soll. Elsbeths Leidenschaft ist die Ernährung des Hundes und leider ist sie im Beruf auch oft mit den Folgen von Fehlernährung konfrontiert und ich hoffe dies hier wird nicht ihr letzter Artikel auf unserer Seite:

Was ist Flatulenz?

Das Wort Flatulenz ist abgeleitet vom lat. Flatus = Wind. Es wird verwendet für Blähungen, Darmwinde. Man unterscheidet Flatulenz und Meteorismus. Beide entstehen durch Gasbildung im Darm. Bei Meteorismus kommt es zu starken, oft schmerzhaften Blähungen. Bei Flatulenz sind die Blähungen milderer Natur. Beim Hund ist der Unterschied jedoch nicht so leicht festzustellen.

Wie entstehen sie?

Darmwinde können nur dort entstehen, wo Gase gebildet werden. Gase resultieren in der Verdauung vorwiegend aus der Aktivität von Darmbakterien oder Pilzen. Um das verständlicher zu machen beginnen wir da, wo das Futter aufgenommen wird: beim Maul.

Beim Menschen wird Stärke (Kohlehydrate wie Getreide, Kartoffeln, Zucker) bereits im Mund vorverdaut. Deshalb sollte alles stärkehaltige gründlich gekaut werden. Der Hund weist ein Gebiss auf, das zum Reissen von grossen Fleischstücken oder zum Knacken von Knochen geeignet ist, jedoch nicht zum gründlichen Kauen. Ausserdem weist weder der Speichel noch der Magensaft des Hundes stärkespaltende Enzyme auf. Erst die Verdauungssäfte der Bauchspeicheldrüse sind auf die Verdauung von Stärke ausgerichtet. Allerdings ist diese Kapazität beschränkt. So kann es geschehen, dass ein Teil der stärkehaltigen Nahrungsmittel den Dünndarm unvollständig verdaut verlässt.

Im Dickdarm befindet sich eine grosse Anzahl von hilfreicher Bakterien. Diese Bakterien produzieren Enzyme, welche mangelhaft Futterbestandteile zerlegen können. Dies ist eigentlich eine sehr sinnvolle Einrichtung der Natur. Und im Normalfall sind die Gase, die bei der bakteriellen Tätigkeit entstehen vernachlässigbar. Sie fallen gar nicht gross auf.

Was führt dazu, dass die Gase sich störend entwickeln?

Solange das Gleichgewicht des Darmes gewährleistet ist, stören die Gase kaum. Dieses Gleichgewicht ist jedoch störungsanfällig und wird von uns Menschen recht oft durcheinander gebracht. Dies kann geschehen durch falsches Futter, Wurmkuren, Medikamente, Antibiotika und vieles mehr. Andere Ursachen, die vom Menschen nicht beeinflusst werden, sind Infekte, Verletzungen oder Erkrankungen des Verdauungstraktes.

Fehlerquelle Nr. 1 ist jedoch das Futter. Obwohl Hunde nachweisbar keinen geeigneten Verdauungstrakt für Kohlehydrate haben, sind viele Industriefutter stärkelastig, d.h. sie bestehen zum grössten Teil aus Getreide meist Mais aber auch Soja. Zieht man nun noch die Tatsache in Betracht, dass Fleisch ca. 1-2 Std. im Verdauungstrakt bleibt, Kohlehydrate jedoch 4-6 Std. dann kann man sich leicht ausrechnen, wie viel mehr die Verdauung durch Kohlehydrate in Anspruch genommen wird. Die lange Verweildauer im Darm fördert die bakterielle Tätigkeit und fördert dementsprechend die Bildung von Gas.

Die extrem unterschiedlichen Verdauungszeiten sind einer der Gründe, weshalb Fleisch nicht mit Getreide gemischt werden sollte.

Der erste Schritt bei Flatulenz des Hundes sollte also eine Futterumstellung sein - Weglassen von allen stärkehaltigen Futtermitteln, Füttern von Fleisch und klein gehacktem Gemüse. Lässt die Flatulenz dabei nach oder verschwindet ganz, dann sollte man das Futter definitiv auf BARF umstellen. Entsprechende Ratgeber gibt es in Buchform oder im Internet.

Pupst der Hund aber trotz längerer Rohfütterung weiter, dann sollte dringend ein Tierarzt oder Tierheilpraktiker aufgesucht werden. Möglicherweise ist die Darmschleimhaut bereits angegriffen oder es liegt eine Erkrankung vor, die abgeklärt werden muss.

Wurmkuren können den Darm schädigen und mit eine Ursache von Gasbildung sein. Deshalb sollte kein Hund routinemässig entwurmt werden ohne Abklärung, ob es wirklich notwendig ist. Sammeln Sie den Kot von 2 Tagen und bringen Sie ihn zu Ihrem Tierarzt. Dieser soll ihn auf Würmer untersuchen. NUR WENN tatsächlich WÜRMER VORHANDEN SIND, WIRD ENTWURMT. Es gibt keine Wurmkur die prophylaktisch wirkt.


Spezialfall Hüttenkäse und Gras

Es scheint eine Menge Hunde zu geben, die genau diese Mischung extrem lecker finden. Einige der Halter wissen aus Erfahrung, was dann folgt: Manche Hunde entwickeln sich zu absoluten Biogas-Produzenten.

Wie kommt das?

Hüttenkäse hat eine Verdauungszeit von ca. 1-2 Std. Gras hingegen hat, vor allem wenn es fast ganz geschluckt wird eine Verdauungszeit von 4-6 Std. Die Zellwände der Grashalme sind nahezu intakt und der obere Verdauungstrakt des Hundes hat keine Chance, damit klar zu kommen. So rutschen also die weitgehend unangetasteten Halme bis in den Dickdarm. Da endlich gibt es eine kleine Chance, die Halme doch noch klein zu kriegen, nämlich durch Enzyme, welch von den Darmbakterien gebildet werden. Das geht aber nicht ganz problemlos ab, denn es sind genau diese Enzyme, die bei ihrer Tätigkeit eine Menge Gas produzieren. Dieses Gas fällt dem Besitzer durch Töne und Geruchsbelästigung auf. Allerdings ist dies nicht das einzige Übel. Abbauprodukte dieser Verdauung gelangen in die Leber und können sie auf die Dauer belasten.

Was also tun?

Der Hund wird in der Regel erst nach dem Spaziergang gefüttert. Falls er da Gras gefressen hat, sollte der Hüttenkäse erst ca. 2-3 Std. später gefüttert werden. Der könnte die Grasverdauung im Dickdarm etwas stoppen und das Gras vor sich her hinausbefördern. Falls man den Hund aber nicht solange warten lassen will, würde sich eine Mahlzeit aus z.B. Hirseflocken mit Banane eignen. Diese hätten in etwa dieselbe Verdauungszeit wie das Gras.

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Über- oder Untergewicht

mangelnde Bewegung und falsches -erlerntes- Fressverhalten sind die Hauptursache für Übergewicht - also hausgemacht und nie in der Verantwortung des Hundes.

...hier geht es bald weiter

 

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